Personal Brand · Business Identity · Sprache
Was bringt Menschen in Bewegung?
Warum fühlen wir uns von manchen Worten sofort gemeint – während andere einfach an uns vorbeiziehen?
Das, was zwischen den Zeilen passiert, lässt mich nicht los. Ich möchte verstehen, was darunterliegt: wie wir wahrnehmen und einordnen, warum Vertrauen entsteht, was Bedeutung bekommt. Und was eigentlich zwischen dem passiert, was wir ausdrücken, und dem Menschen, auf den es trifft.
Ich beschäftige mich mit Personal Brands, Business Identity und Sprache. Aber meistens beginne ich noch einen Schritt früher: bei der Frage, was einen Menschen oder ein Business wirklich ausmacht. Und wie daraus etwas entstehen kann, das andere verstehen, wiedererkennen und erinnern.
Diesen Raum nenne ich Human Resonance.
Mein Blog: vier Themenwelten, eine Perspektive.
Am anderen Ende ist immer ein Mensch.
Eigentlich ein ziemlich einfacher Gedanke. Und gleichzeitig einer, zu dem ich in meiner Arbeit und in fast allen Fragen auf dieser Seite immer wieder zurückkomme. Denn Kommunikation entsteht nie nur dort, wo etwas gesagt, geschrieben oder gestaltet wird. Spannend wird es dort, wo es auf jemanden trifft.
Um uns herum wird alles immer schneller. Wir Menschen haben trotzdem unser eigenes Tempo.
Als ich angefangen habe, mich intensiv mit Sprache und Kommunikation zu beschäftigen, hatte ich Bücher in der Hand statt Prompts. Seitdem hat sich ziemlich viel verändert. Und mit KI gerade noch einmal besonders viel.
Ich finde das unglaublich spannend. Auch, weil all diese Veränderung eine Frage für mich immer interessanter macht:
Was müssen wir über Menschen verstehen, wenn wir heute gute Kommunikation machen wollen?
Ich glaube an die Magie von Sprache.
Aber ich möchte auch verstehen, was dahintersteckt.
Sechs Stationen, an denen eine Botschaft ankommen kann. Und was mir hilft, sie zu verstehen: Sprachwissenschaft, Psychologie, Kommunikationswissenschaft, Behavioral Economics, Wahrnehmungs- und Vertrauensforschung.
Du bist dein Business.
Nicht im Sinne von permanenter Selbstinszenierung. Und auch nicht, weil jede Frühstücksschale plötzlich „Personal Brand Content" sein muss. Sondern weil deine Geschichte, deine Erfahrung, deine Haltung, deine Entscheidungen und die Art, wie du auf dein Thema blickst, längst Teil davon sind.
Eine Personal Brand entsteht für mich deshalb nicht zuerst außen. Nicht beim Logo. Nicht beim nächsten Content-Format. Und auch nicht bei der Frage, welche drei Farben besonders gut „dich" ausdrücken. Sie beginnt innen. Bei der Frage:
Was davon ist wirklich deins?
Was hast du erlebt, gelernt, verstanden, entschieden? Welche Punkte gehören zusammen? Welche Perspektive ist daraus entstanden? Und woran können andere sie erkennen?
Kurz gesagt
Du musst nicht erst eine interessante Marke erfinden. Viel spannender ist die Frage, was längst da ist und noch nicht klar genug sichtbar wird.
Connecting the Dots
Manchmal liegt die Positionierung längst da. Nur noch nicht als roter Faden.
Ich glaube nicht daran, dass wir für eine starke Personal Brand möglichst viel von uns wegstreichen müssen, bis nur noch eine schmale Nische übrig bleibt. Mich interessiert vielmehr, wie Dinge zusammengehören: die berufliche Erfahrung, die scheinbaren Umwege, die Themen, die uns seit Jahren begleiten, die Art, wie wir denken, und die Frage, wohin wir eigentlich wollen.
Für sich genommen sind das Punkte. Connecting the Dots beginnt für mich dort, wo daraus ein Bild entsteht.
Geschichte+Expertise+Haltung+Interessen+Vision
↓eine erkennbare Perspektive
Das ist einer der Gründe, warum ich Biografien so spannend finde. Nicht, weil jede Station wichtig wäre. Sondern weil manche Verbindung erst im Rückblick sichtbar wird.
Hier bist du dran
Zum Mitmachen · es gibt keine falsche Antwort
Welcher Satz bleibt bei dir hängen?
Stell dir vor, du suchst nach einem Hotel für ein paar Tage am Wasser und stößt auf diese drei Beschreibungen. Lies sie einmal durch, ohne sie groß zu analysieren.
Bei welcher bleibst du ganz intuitiv hängen?
Du bist bei den Fakten geblieben: 18 Zimmer, ruhige Lage. Verlässlich. Ein Bild entsteht daraus erst, wenn du es selbst dazudenkst.
Ein Blick, ein Duft, ein Morgen. Vermutlich hast du für einen Moment gesehen, was da beschrieben wird. Bevor du es bewertet hast.
Ein Satz, den man so oft gelesen hat, dass er fast unsichtbar geworden ist. Vielleicht klang er vertraut. Und vielleicht ist genau das sein Problem.
Interessant, oder? Alle drei Sätze geben uns Informationen. Und trotzdem machen sie wahrscheinlich nicht dasselbe mit uns.
Vielleicht ist bei einem sofort ein Bild entstanden. Vielleicht hat dich ein Wort an etwas erinnert. Vielleicht klang ein anderer so vertraut, dass du fast darüber hinweggegangen bist. Und vielleicht hast du sogar einen ganz anderen Satz gewählt als der Mensch neben dir. Genau diese Ebene interessiert mich.
Kommunikation endet nicht bei dem, was wir senden. Spannend wird es dort, wo etwas auf der anderen Seite ankommt.
Eine Frage für dich
Welcher Satz auf deiner eigenen Website könnte gerade genauso gut auf hundert anderen stehen?
Vom Senden zum Ankommen.
Viele Jahre habe ich in B2B- und B2C-Kommunikation gearbeitet (Business to Business, Business to Consumer). Irgendwann begegnete mir H2H, Human to Human, und damit ein Gedanke, der für mich plötzlich vieles klar gemacht hat: Am anderen Ende ist immer ein Mensch.
Und irgendwann wollte ich noch genauer wissen, was eigentlich passiert, wenn unsere Worte dort ankommen.
Human Resonance beschreibt für mich genau diesen Raum: die Resonanz, die entstehen kann, wenn das, was wir ausdrücken, auf einen Menschen mit seiner eigenen Geschichte, seinen Erfahrungen, Erwartungen, Bedürfnissen und Bedeutungen trifft.
Deshalb ist Kommunikation für mich nie nur die Frage: Was wollen wir sagen? Sondern immer auch: Was kann auf der anderen Seite daraus werden?
Meaning Moves People
Hier bist du dran
Zum Mitmachen · einmal umschalten
Wann wird aus Information eigentlich Bedeutung?
Vielleicht lässt sich das leichter an einem Beispiel zeigen, als es in einem weiteren Absatz zu erklären: ein und derselbe Ort, einmal als Information und einmal als Erlebnis beschrieben. Tipp dich gern hin und her.
Ich weiß jetzt, was da ist.
Jetzt entsteht vielleicht ein Bild. Eine Erinnerung. Oder sogar ein kleines bisschen Sehnsucht.
Die Information ist dadurch nicht weniger wichtig geworden. Ich möchte weiterhin wissen, wie groß mein Zimmer ist und ob es einen Balkon gibt. Aber wenn Information für mich Bedeutung bekommt, kann noch etwas anderes entstehen.
Information→Bedeutung→Verbindung→Bewegung
Wie du diesen Schritt selbst machst, zeige ich dir mit dem kleinen Bedeutungsübersetzer: ein Satz, sechs mögliche Bedeutungen und ein Modell in vier Schritten. Zum Mitnehmen, ohne Anmeldung.
The Human Side of AI
Je besser unsere Werkzeuge werden, desto spannender wird die Frage, was dabei menschlich bleibt.
KI verändert gerade ziemlich grundlegend, wie wir schreiben, recherchieren, gestalten und kommunizieren. Ich finde das nicht bedrohlich. Ich finde es vor allem interessant. Denn je mehr Maschinen uns beim Produzieren helfen können, desto weniger reicht es, einfach nur noch mehr Content zu produzieren.
Die interessantere Frage ist für mich: Was wird gerade deshalb wichtiger?
Was schafft Vertrauen? Was fühlt sich wirklich nach einem Menschen an? Was macht eine Perspektive unverwechselbar, wenn gute Formulierungen für alle leichter zugänglich werden? Und woran merken wir eigentlich noch, ob hinter einer Botschaft wirklich etwas verstanden, erlebt oder entschieden wurde?
The Human Side of AI ist für mich deshalb kein Technikthema. Es ist eine menschliche Frage. Und damit eine ziemlich direkte Verlängerung von Human Resonance.
Zuerst nach innen. Dann nach außen.
Viele Markenprobleme begegnen uns zuerst ganz außen: Die Website fühlt sich nicht richtig an. Der Content klingt austauschbar. Menschen verstehen zwar, was wir tun, aber nicht unbedingt, was uns besonders macht.
Dann liegt es nahe, genau dort anzusetzen. Nur beginnt die eigentliche Frage oft früher.
Innen
Was ist da?Identität · Erfahrung · Haltung · SubstanzDazwischen
Wie wird daraus Klarheit?Verbindungen · Positionierung · Entscheidungen · SpracheAußen
Was davon wird sichtbar?Ausdruck · Wahrnehmung · Bedeutung · VertrauenInnen entsteht die Substanz. Dazwischen bekommt sie Form. Außen bekommt sie Ausdruck.
Fünf Lernorte. Eine Leidenschaft.
Mein Blick auf Sprache, Marke und Menschen ist nicht an einem einzigen Ort entstanden. Er hat sich über viele Jahre zusammengesetzt: aus Sprachwissenschaft, Redaktion, PR, elf Jahren Markenarbeit im Konzern und irgendwann aus der Frage, wie all diese Punkte eigentlich zusammengehören.
Was ich an diesen Orten gelernt habe, finde ich heute fast spannender als die Stationen selbst.
Sprache→Redaktion→PR→Marke→Heute
Für dich zum Mitnehmen
Zum Mitnehmen · fünf Fragen, ohne Anmeldung
Fünf Minuten für deine Marke.
Zum Schluss habe ich dir noch fünf Fragen mitgebracht, mit denen du einmal auf deine eigene Marke schauen kannst. Dafür brauchst du keinen großen Markenworkshop. Und auch keinen Persönlichkeitstest mit dem Ergebnis: „Du bist Markentyp Flamingo." ;-)
Nur fünf Minuten. Und vielleicht die Bereitschaft, an der einen oder anderen Stelle etwas genauer hinzuschauen.
Ohne Anmeldung. Einfach für dich.
Wenn du noch ein bisschen bleiben möchtest.
Einige Gedanken passen in einen Satz. Andere brauchen etwas mehr Raum. Wenn du weiterstöbern möchtest, findest du mich hier:
Schön, dass du hier bist.
Am anderen Ende ist immer ein Mensch.
Und in diesem Fall bin ich das. :-)